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Eltern werden und den Babychecklisten Check

Babycheckliste und mehr


An diesem einen Tag hat sich alles geändert. zwei Personen gingen in einen Raum: ich und er. Unsere Rollen hatten wir schon ganz gut drauf… Ich und er, Ehefrau und Ehemann – WIR. 

Ein paar Stunden später kamen 5 Personen aus dem Raum: Ich und er in unsere gewohnten Rollen und dazu kam noch er: Sohn Nr. 1 und Mama und Papa. 2 neue Rollen und ein neues Lebewesen. 

Wenn Eltern zu werdenden Eltern sagen “ihr habt keine Ahnung!” dann stimmt es. Es ist nicht negativ gemeint. Es sind nur Worte, die eine Umstellung beschreiben, deren Maßen man sich in keiner Hinsicht bewusst ist. Die Gefühle, die mit diesem neuen Lebewesen dazu kommen, sind mit nichts Anderem zu vergleichen

Als Leserin oder Leser dieses Artikels bist du wahrscheinlich auf der Suche nach allen Tipps, Tricks und Hacks, um dich auf dein Baby vorzubereiten. Bestimmt bist du dabei auch schon über die ein oder andere kleine – sprich: hunderte seitenlange – Babycheckliste gestolpert. Oder eher in der Flut versunken… Vom Schock, wenn man sich die Kosten in diesen vorgeschlagenen Checklisten zusammenrechnet, ganz zu schweigen.

Ganz ehrlich: Als erfahrene Mama und Organisationsprofi kann ich heute rückblickend oft nur den Kopf über viele Dinge auf diesen ganzen Listen schütteln. Viele Sachen sind natürlich absolut essentiell. Andere sind nice-to-have und machen das Leben leichter. Und manche sind meiner Erfahrung nach komplett unnötig. Sie blasen sowohl die Liste als auch die Ausgaben für die vermeintlich unentbehrlichen Dinge künstlich auf. 

Apropos Ausgaben… schauen wir uns doch als Erstes an, was auf so einer typischen Babycheckliste tatsächlich an Kosten zusammenkommen würde. 

Die echten Kosten einer Babycheckliste

Ich habe in einer bekannten Suchmaschine “Babycheckliste” eingegeben und mich dann, für eine unter den 5 ersten die angezeigt wurde, entschieden. Es gibt kein Grund warum diese und keine Andere, da alle sehr vergleichbar sind. 

Ich habe geschaut:

  • was sind die Kosten 
  • braucht man das überhaupt
  • was machen diese Liste gedanklich mit werdenden Eltern

Baby Checkliste

Was sind denn nun die tatsächlichen Kosten? Ich habe immer den günstigsten Preis genommen für die Artikel, die ich online gefunden habe. Natürlich geht es immer teurer. 

Hier ist die Liste:

Stillkissen 170 cm 16,9
Große Binden 3,25
Stilleinlagen 1,55
Still-BH oder ein Still-Bustier 20
Spucktücher aus Molton 1,6
Salbe mit Lanolin (für Brustwarzen) 1,55
Rotlichtlampe 16
Fläschchen und Sauger aus Silikon oder Latex, Größe 1 165
Essen vorkochen und einfrieren
Windeln in Größe 1 oder ein ausreichender Vorrat
Stoffwindeln mit passenden Windelhöschen für 1 Monat
10
10 Waschlappen 0,85
Babywanne 10
2 Badetücher mit Kapuze 10,99
Nagelschere mit kurzem Scherenblatt 5,95
Wundcreme für gereizte Haut am Po 1,85
Badethermometer 1,79
Fieberthermometer 3,49
Evtl. Wärmelampe
Babyschale fürs Auto Ist beim Kinderwagen dabei
Wickelkommode mit Auflage 40
Kinderwagen 193
Beistell- oder Kinderbett 56,9
Tragehilfe oder -tuch 30
Tragejacke 28,99
Fußsack für den Kinderwagen 10,99
8 (Wickel-) Bodys in Größe 56 bis 62 (4,90) 39,2
6 Oberteile, Größe 56 bis 62 (13) 78
4 Strampler, Größe 56 bis 62, oder Hosen mit weichem, breitem Bund (8) 36
2 Mützchen 6
4 Paar Söckchen oder Strumpfhosen – gern aus Wolle 6
Eine Jacke                                              20
Einen warmen Winteranzug, am besten mit umklappbaren Enden
für warme Hände und Füße
17
2 kleine, leichte Babydecken zum Wärmen und Kuscheln 20
je 2 Schlafsäcke in der passenden Größe 26,58
Babyfon (vor allem für große Wohnungen oder Häuser) 26,45
Spieluhr 8,99

Somit sind wir bei 914,18€. Und das Kind ist noch nicht da…

Und trotzdem gibt es immer noch Leute, die einem das Gefühl geben, man hat nicht genug für sein Kind besorgt. In vielen Baby Checklisten steht bei der Babywanne auch der Aufsatz für die Badewanne. Alles schön und gut, aber was wenn man keine Badewanne hat? Oder kein Auto für den Autositz oder… Darf man nur Kinder bekommen wenn man in einem Eigenheim mit Garten und zwei Garagen, ungefähr fünf Zimmern und einen weißen Zaun hat? Manchmal denke ich mir, dass diese Listen vorvorgestern geschrieben wurden. 

Braucht man das alles überhaupt?

Klar, viele der Dinge braucht man. Ein paar von den Sachen braucht man aber eben auch nicht. Und manche braucht man vielleicht. Gehen wir mal alle Positionen durch und am Ende bleibt eine Liste übrig, die geprüft ist von einer Mama, die es schon mal durchgemacht hat. Was nicht erwähnt wird, wird definitiv gebraucht. 

Stillkissen – wir haben ein 170cm-großes Stillkissen gehabt, dass ich nur für mich zum Schlafen und um das Baby hinzulegen benutzt habe. Für das Stillen war es nicht optimal, weil es zu sperrig ist und ich nicht am Esstisch stillen konnte. Jep, der Kleine wollte immer dann Essen wenn Mama isst. Ich empfehle somit ein kleineres Stillkissen. Kann man auch super gut benutzt kaufen und dann neu beziehen. Wenn man für kleines Geld auch ein großes findet, würde ich es sofort empfehlen, da es uns als Abgrenzung, Bauchlagekissen, Ablage während der Dusche usw. genutzt hat. 

Stilleinlagen – braucht man nur wenn man viel zu viel Milch hat und es ständig – sogar nach dem Milcheinschuss – raus läuft. Normalerweise bekommt man welche im Krankenhaus und kann dort auch ein paar für die erste Tage mitnehmen. Wenn man danach noch welche braucht, dann ist immer noch Zeit zum kaufen. 

Still-BH oder -Bustier – ich dachte ich brauche auf jeden Fall welche, da ich mit einer Körbchengrößen D mir nicht vorstellen konnte, ohne BH raus zu gehen. Ich habe monatelang nur die Stilltops von H&M getragen, da ich somit meine “normalen” Oberteile anziehen konnte und beim Stillen nicht immer meinen Bauch freilegen musste. Ich war auch sehr sensible in der Brustregion und habe keinen zu engen Stoff ertragen. Somit lieber Stilltops bzw. Stillunterhemden kaufen und wenn sich alles eingestellt hat, kann man erweitern. 

Salbe mit Lanolin – hatte ich, hat nichts gebracht. Keine Ahnung wie man die Nippel auf diese Beanspruchung trainieren kann. Nach drei Wochen bin ich zu einer Stillberaterin, weil es immer noch die Hölle war und siehe da meine Nippel waren zu groß für den Mund des Kindes. Da kann man Lanolin schmieren wie man will, nützt nichts. Lanolin bekommt man auch im Krankenhaus und die Schwestern und Hebammen dort geben auch gern was mit. 

Lieber schaut man ob es eine Stillgruppe in der Nähe gibt. Zum Glück ist in Esslingen eine.

Rotlichtlampe – bitte was? Keine Ahnung nie gehört, somit nicht notwendig. 

Fläschchen und Sauger und Schnuller und Co. – wenn es in den ersten Tagen im Krankenhaus klar ist, dass es mit Stillen nichts wird, oder dass das Baby zugefüttert werden muss, dann kann man es noch kaufen. Im Voraus braucht man es nicht. Hier habe ich auch gleich den Schnulli genannt, da unser Kind keinen nehmen wollte. Jedes Kind ist anders…

Essen vorkochen und einfrieren – das ist sooooo notwendig und ein Lebensretter. Warum ich es denn hier doch erwähne? Weil wir zusätzlich jeder Person, die uns besucht hat gebeten haben etwas zum Essen mitzubringen. Sei es einen Kuchen oder Lasagne oder… Egal was, Stillen macht hungrig, Schlafmangel auch. 

Babywanne – muss nicht eine Wann sein, kann auch ein Wäscheeimer sein, der super als Wäschekorb genutzt werden kann wenn der Kleine zu groß geworden ist. 

Nagelschere – hatten wir, ich habe dem Baby damit zwei mal in die Finger geschnitten und benutze seitdem er ca. zwei Monate alt ist einen Nagelknipser. Funktioniert einwandfrei…

Wundcreme für den Po – braucht das Baby nur wenn es einen wunden Po bekommt. Das kann man ruhig später kaufen. Auch alle anderen Baby Hygieneartikel wie Seife, Shampoo, Öl, Puder usw. das brauchen die Kleinen am Anfang gar nicht und es ist auch für Ihre Haut nicht optimal. 

Wärmelampe – wir haben einen Heizlüfter genutzt und es ging super. Haben keine Möglichkeit gehabt, so einen Strahler zu installieren – und den Lüfter können wir heute noch anderswie benutzen. 

Babyschale für Auto – nur wenn man ein Auto hat. 

Wickelkommode mit Aufsatz – nun ja, das ist wahrscheinlich eine Frage des Platzes. Uns war es wichtig etwas zu haben, was mit dem Kleinen mitwächst. Gleichzeitig ist es manchmal angenehmer das Kind auf einem Tisch oder auf dem Boden zu wickeln. Mein Lieblingsplatz war das Sofa. Nicht zu hoch und doch ergonomisch wenn man kniet. 


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